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26.10.2023

Matschiges Vergnügen beim Miniwald-Pflanzen in Eschweiler

Dauerregen und Schlamm konnten die Pflanzaktion nicht stoppen: In Eschweiler-Dürwiß wächst seit dem 20. Oktober der indeland Miniwald Nummer drei. Gepflanzt wurden die Bäume und Sträucher mit tatkräftiger Hilfe von 21 Kindern der AWO-Kita „Regenbogen“ in wasserdichten Matschanzügen.
Kita-Kinder und Erwachsene beim Pflanzen des Miniwalds in Eschweiler-Dürwiß

Starker Regen hatte den Boden aufgeweicht, und die Erwachsenen blickten nicht ohne Sorgenfalten auf die ausgewählte Miniwald-Fläche in Dürwiß. Der Matsch und Schlamm freute jedoch die Kita-Kinder, die es kaum abwarten konnten, endlich mit Einpflanzen zu beginnen. Zunächst hielt Hermann Gödde, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Eschweiler, aber noch eine fröhliche Ansprache, in der er den Kindern für ihren tapferen Einsatz dankte. „Ihr seid heute die wichtigsten Personen“, betonte er. „Ohne euch würden wir den Miniwald nicht pflanzen.“

Tausend Setzlinge auf 250 Quadratmeter

Nach einer kurzen Einführung durch Maria Hinz von der Biologischen Station Düren und Forstingenieur Helge Schütz konnte die quirlige und gut gelaunte Kita-Gruppe endlich tätig werden. Zusammen mit ihren drei Erziehern – Daniel Funda, Marvin von der Heiden, Jason Schüppen – und den anderen Erwachsenen machten sie sich daran, die 250 m² große Miniwald-Fläche an der Nagelschmiedstraße mit rund 1.000 dünnen Setzlinge zu füllen. Gepflanzt werden nur heimische Arten wie Linden, Eschen, Buchen, Liguster, Haselnuss und Ahorn.

Bald standen oder hockten alle knöcheltief im Schlamm, was der guten Laune jedoch keinen Abbruch tat – im Gegenteil. Zu der Pflanzaktion waren neben Hermann Gödde weitere Mandatsträgerinnen und -träger der Stadt Eschweiler erschienen, die – sofern sie über geeignetes Schuhwerk verfügten – selbst mit ans Werk gingen.

Voller Begeisterung mit dabei war Ute Bennerscheidt, die Projektkoordinatorin für das Nachhaltigkeitsmanagement bei der Stadt Eschweiler. Sie wird in den nächsten zwei bis drei Jahren die Pflege des Miniwalds durch die insgesamt drei Miniwald-Paten koordinieren: Neben den „Regenbogen“-Kindern werden sich künftig auch die Jugendfeuerwehr Dürwiß sowie die Kinder- und Jugendgruppen der Evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß um die Pflege des Miniwalds kümmern. Die beiden anderen Gruppen konnten aufgrund des Schultags nicht an der Pflanzaktion teilnehmen, hatten jedoch aktive Unterstützung geschickt: Als Vertreterin der Kirchengemeinde war Claudia Schiffer vor Ort, die Leiterin der Kinder- und Jugendgruppen. Und die Feuerwehr versorgte das hungrige Pflanzteam am Mittag mit frisch gegrillten Würstchen.

Nachhaltigkeit wird in Eschweiler großgeschrieben

Auch Eberhard Büttgen, der Leiter der Stabsstelle nachhaltige Entwicklung bei der Stadt Eschweiler, war mit Spaten und viel Herz bei der Miniwald-Aktion dabei. Er engagiert sich seit vielen Jahren im Team indeland und hatte die Idee für das Miniwald-Projekt dort zusammen mit den anderen Kommunen entwickelt. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit zählt Eschweiler zu den Vorreiter-Kommunen. Bereits Ende 2018 hat die Stadt als eine der bundesweit ersten Kommunen eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Jetzt bringt sie diese Erfahrungen in die interkommunale Zusammenarbeit im indeland ein.

Die Miniwälder, die in allen sieben Städten und Gemeinden des indelands gepflanzt werden, sind Teil des Projekts „indelands Regionale Nachhaltigkeitsstrategie 2030“ (inReNa 2030), in dem bis 2024 erste Leitlinien für nachhaltiges Handeln in der Region erarbeitet werden. Dr. Daniela Eskelson und Nicole Weber, die gemeinsam das inReNa-2030-Team bei der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH bilden, dankten allen Teilnehmenden in Eschweiler für ihr Mitwirken. Sie freuen sich, dass nach Inden, Jülich und Eschweiler, bald auch in Langerwehe (28. Oktober) und Aldenhoven (4. November) Miniwälder gepflanzt werden – dann hoffentlich auch wieder bei schönerem Wetter.

Aber etwas Positives hatte die Miniwald-Matschpartie in Dürwiß auf jeden Fall. Sie wird nicht nur allen Beteiligten in unvergesslicher Erinnerung bleiben, sondern sie ersparte dem Pflanzteam auch das Angießen der Setzlinge. „Das ist heute wohl nicht nötig“, lachte Hermann Gödde, als er die Kinder verabschiedete.

Bilder

Impressionen von der Pflanzaktion

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